Über das VDIDlab

Interdisziplinär, überregional, vernetzt.

Das VDIDlab ist...
die Nachwuchsorganisation des VDID. Es ist als ein Meta-Labor mit flacher, unbürokratischer Struktur organisiert. Mit seiner aktiven und konstruktiven Atmosphäre ist es die Heimat junger Designer und studentischer Mitglieder im Verband. Der Dialog, das Neue, das Experiment, Wandel und Veränderung stehen im Zentrum. Es bietet Raum zum Schaffen und Ausprobieren. Das Industriedesign verlässt hier bewusst die Grenzen der Profession: es lotet sich selbst aus, definiert sich weiter und vertieft die Anknüpfung zu anderen Disziplinen. Das VDIDlab besteht real durch Veranstaltungen und Events sowie als Netzwerk, kontinuierliche Anlaufstelle und Dialograum seiner Mitglieder.



Die Idee...
eine achte Region bzw. das VDIDlab zu gründen, basiert auf dem Gedanken den Verband für Nachwuchsdesigner attraktiver zu gestalten und sowohl Studierende als auch Berufsanfänger von Anfang an, aktiver mit in den Verband einzubinden. Gleichzeitig soll eine Plattform geboten werden sich überregional austauschen und Neues ausprobieren zu können.

Mitmachen

Natürlich soll das VDIDlab in Zunkunft wachsen und die mit dem Workshop URBAN UPGRADE begonnene Arbeit fortsetzen. Die VDIDlab-Initiatoren, bestehend aus Sabrina Großkopp, Bianca Koch, Max Neubürger und Romin Heide, rufen daher alle interessierten VDID Mitglieder, Förderer und Interessenten auf, die Zukunft des VDIDlab aktiv zusammen zu gestalten!

Interesse? Ideen und Wünsche an lab@vdid.de schreiben oder über Facebook auf dem Laufenden halten.

Der Workshop

Das erste große Event der Nachwuchsorganisation fand am Wochenende vor der offiziellen Gründung des VDIDlabs, in Form eines Hackathon-Workshops mit dem Titel “Urban Upgrade” statt.

Entsprechend dem offiziellen Streben des VDIDlab, war auch das Ziel dieser Veranstaltung das Verknüpfen Neugieriger mit diversen Hintergründen, wie Designer, Architekten, Planer, Produzenten, Wissenschaftler und vieler weiterer Vertreter Umwelt-untersuchender und -gestaltender Disziplinen. Der gewählte Themenkomplex des Wochenendes lautete daher “Stadt – Mensch – Raum”. Es war der Auftakt einer jährlich angelegten Serie von Veranstaltungen zum Austausch zwischen Jung und Alt, Designern und Nicht-Designern, Lehrenden und Lernenden, Machern und Denkern, um Wandel und Veränderung zu gestalten.
Bereits beim Empfang am Freitagnachmittag wurden den Teilnehmern des Workshops triviale Orte im fußläufig erreichbaren Umfeld der Galerie erstererster in Berlin zugelost. Verkehrsinseln, Plätze mit Toilettenhäuschen, S-Bahn-Unterführungen und Gehwege mit Laternen sollten in Kleingruppen genutzt werden, um temporäre Objekte zu gestalten, durch welche die unmittelbare Umgebung aufgewertet, entschleunigt oder anderweitig beeinflusst und um weitere Funktionen erweitert werden konnte.
Den Vorträgen am Freitagabend, die in das Thema einleiteten und einen interessanten Nährboden für die folgenden zwei Tage und Nächte boten, lauschten VDID Mitglieder, interessierte Gäste und Workshop-Teilnehmer. Benjamin Foerster-Baldenius sprach über seine Erfahrungen bei raumlabor mit Interventionen im Stadtraum. Tina Boes und Jule Bols vom Startup KAURI informierten über interessante Perspektiven zum Thema Urban Mining und zum verantwortungsvollen und ressourcenschonenden Umgang mit Konfliktmaterialien, insbesondere Gold. Gloria Gaviria verschaffte den Zuhörern einen Einblick in den Forschungsstand ihrer Dissertation an der TU Berlin, zur temporären Nutzung öffentlicher Räume in der Stadt Berlin. Schließlich fasste Max Welch Guerra, Professor für Raumplanung und Raumforschung an der Fakultät Architektur und Urbanistik der Bauhaus-Universität Weimar, die vorherigen Vorträge zusammen, indem er die Möglichkeiten hervorhob, die durch eine zukunftsorientierte Herangehensweise an (urbane) Gestaltungsthemen entstehen. Eine angeregte Podiumsdiskussion zwischen den Vortragenden und dem Publikum rundete den offiziellen Teil des Abends ab.
Zur Umsetzung der Entwürfe wurden ab Samstag einfache Materialien wie Tischlerplatten und Dachlatten, sowie generative Fertigungstechniken zur Verfügung gestellt. In der Nacht von Samstag auf Sonntag konnten zwei Großformatdrucker der Firma BigRep dazu genutzt werden, um die zuvor entworfenen Bauteile zu drucken. Für einen fertigungsgerechten Entwurf und einwandfreie Druck-Dateien sorgte die Firma SolidLine durch die Bereitstellung mehrer Laptops mit SolidWorks-Lizenzen. Dank der ganztägigen Begleitung durch Mitarbeiter der beiden Firmen, hatten die Workshop-Teilnehmer einen ständigen Ansprechpartner während ihres Entwurfsprozesses.
Die Konzepte der Teams wurden nach den Präsentationen von ihren Erfindern bei einem Rundgang zusammen mit dem Publikum an den jeweiligen Bestimmungsorten demonstiert und ausprobiert. Der große Zuspruch der Teilnehmer und der Präsentationsgäste des Freitagabends und Sonntagvormittags gab den Urban-Upgrade-Organisatoren die Gewissheit, für weitere Veranstaltungen auf diesem gelungenen Konzept aufzubauen.

Am Freitag, dem Vortag des Workshops, wird eine – für alle Interessierten zugängliche – Vortragsreihe mit spannenden Referenten organisiert, in der bereits die Themen des Workshops aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet werden. Details zu den Referenten findet ihr im nächsten Abschnitt.

"Urban Upgrade"
Organisiert vom VDIDlab, der
Nachwuchsorganisation des VDID
Markgrafenstr. 15
D-10969 Berlin
lab@vdid.de

    

Die Teams

Urban Hanging Space
Natalia Dill, Paul Klapper, Ulla Schmidt, Julian Sterz

Shelter
Jule Helene Leinpinsel, Camilla Schmider, Jens Themann

Urban Island
Kerstin Froch, Timo Heinen

Forest - For Rest
Jee-Do Ahn, Gloria Gaviria, Julius Breit

Die Referenten

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Benjamin Foerster-Baldenius
raumlabor, Berlin

Benjamin Foerster-Baldenius ist darstellender Architekt und einer vom raumlaborberlin, ein Architektenkollektiv, das sich vor allem mit den Fragen der urbanen Praxis im öffentlichen Raum beschäftigt. Zur Zeit ist er Direktor der Floating University Berlin.

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Max Welch Guerra
Bauhaus-Universität, Weimar

Max Welch Guerra, der in jungen Jahren aus Chile in die Bundesrepublik flüchtete, beschäftigt sich in unterschiedlichen Konstellationen mit dem Zusammenhang zwischen Raum, Politik und Gestaltung im Europa des 20. Jahrhunderts. Seit 2003 ist er Professor an der Bauhaus-Universität Weimar.

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Tina Boes & Jule Bols
Kauri Ringe, Duisburg

Tina Boes hatte die Idee zu KAURI nach ihrer Mitarbeit an einem Dokumentar­projekt über eine der größten Goldminen der Welt. Gemeinsam mit Jule Bols und Jasmina Brinke verfolgt sie die Mission nachhaltig hergestel­lten Schmucks und wird  uns über Urban Mining als nach­haltigen Zugang zu Rohstoffen informieren.

Der Veranstaltungsort

Der Workshop "Urban Upgrade" findet in der Galerie erstererster, mitten im Herzen des Prenzlauer Bergs in Berlin statt.

 


Der erstererster Verein für Design richtet seit 2005 regelmäßig Ausstellungen und Vortragsreihen rund um die Bereiche Produkt- und Kommunikationsdesign aus. Dabei stehen Inspiration und Fortbildung sowie die Förderung eines kritischen und breiten Diskurses innerhalb der Design-Disziplin im Vordergrund.

Die Orte, auf welche die Teams während des Workshops thematisch Bezug nehmen sollen, befinden sich im Umfeld der Galerie.